#BestPraxisTipp – Benchmarkvergleich: Wo steht Ihre Praxis wirklich?

Warum Benchmarking für Arzt- und Zahnarztpraxen so wertvoll ist

Kurzzusammenfassung

Ob eine Zahl gut oder schlecht ist, merkt man erst im Vergleich.

Viele Ärztinnen, Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte fragen sich: „Steht meine Praxis wirtschaftlich gut da?“

Ein Benchmarkvergleich liefert Antworten – zeigt Stärken, Schwächen und individuelle Potenziale, wenn er mit Sinn und Verstand gelesen wird.


Was Benchmarking bedeutet

Ein Benchmarkvergleich bedeutet, die Kennzahlen der eigenen Praxis mit Referenzwerten anderer Praxen zu vergleichen.
Typische Werte sind:

  • Umsatz

  • Kostenstruktur

  • Personalkosten

  • Gewinn

So wird sichtbar, ob die Praxis über- oder unterdurchschnittlich aufgestellt ist – und wo Optimierungspotenzial besteht.


Warum ein Vergleich notwendig ist

Ob eine Zahl gut oder nicht so gut ist, merkt man erst, wenn man einen Vergleich hat. Das gilt beim Gehalt von Angestellten genauso wie beim Gewinn von Selbständigen.

Problematisch ist: Wenn sich Selbständige untereinander austauschen, wird selten offen über betriebswirtschaftliche Zahlen gesprochen. Oft hält man sich bedeckt – oder stellt die eigene Situation schöner dar, als sie ist.

Ein Benchmark-Vergleich liefert hier ehrliche Vergleichsdaten – und damit eine realistische Einschätzung.


Vorteile des Benchmarkings

  • Stärken und Schwächen erkennen
  • Realistische Ziele entwickeln

  • Chancen für Optimierungen aufdecken

  • Frühwarnsystem für Fehlentwicklungen


Die Grenzen von Durchschnittszahlen

Ein Benchmark ist hilfreich – doch man muss ihn mit Sinn und Verstand lesen:

„Die Durchschnittspraxis“ gibt es nicht. Es ist immer ein Mittelwert aus sehr guten und weniger guten Praxen.

In meiner Beratungspraxis habe ich schon viele wenig durchdachte Aussagen von Banken gehört, wie:

„Das Fremdlabor bei Ihrer Zahnarztpraxis ist zu hoch.“

Das mag im Durchschnitt so wirken – doch bei einer Praxis mit hohem Prothetikanteil ist ein höheres Fremdlabor völlig normal. Eine Prothetikpraxis kann man nicht mit einer Endopraxis über einen Kamm scheren.

Deshalb gilt: Durchschnittszahlen sind interessant, aber jede Praxis ist individuell.


Praxisbeispiel aus meiner Beratung

Ein Zahnarzt war überzeugt, seine Praxis laufe stabil. Erst durch den Benchmarkvergleich zeigte sich: Die Personalkosten lagen überdurchschnittlich hoch.

Durch gezielte Maßnahmen – Anpassung von Arbeitszeitmodellen, bessere Organisation, optimierter Mitarbeitereinsatz – konnte die Kostenstruktur verbessert werden.

Das Ergebnis: mehr Gewinn bei gleicher Arbeitsbelastung.


Fazit

Benchmarking ist ein wertvolles Werkzeug, um die eigene Praxis wirtschaftlich einzuordnen. Es schafft Transparenz, deckt Optimierungsmöglichkeiten auf und hilft, Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen.

Aber: Zahlen müssen im Kontext gelesen werden.

Nur dann liefern sie die Grundlage für kluge Entscheidungen – und sichern die Zukunftsfähigkeit Ihrer Praxis.


Frage an Sie

Wann haben Sie zuletzt geprüft, wie Ihre Praxis im Vergleich zu anderen dasteht?

Und wie viel Orientierung geben Ihnen „Durchschnittszahlen“ wirklich?


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