#BestPraxisBeratung – BWA richtig nutzen

BWA verstehen in der Arzt- und Zahnarztpraxis – warum sie mehr kann, als viele denken

Zusammenfassung

Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) gehört in jeder Praxis zum Standard – wird aber häufig nicht richtig genutzt.

Viele Ärztinnen und Ärzte sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte empfinden sie als schwer verständlich oder wenig hilfreich.

Dabei kann sie ein zentrales Steuerungsinstrument sein – wenn sie richtig aufgebaut ist.


Der Ausgangspunkt: „Wie viel kann ich mir eigentlich entnehmen?“

Ein Mandant stellte mir kürzlich eine typische Frage:

Wie viel Geld kann ich mir eigentlich aus der Praxis entnehmen?

Eine berechtigte Frage.

Und gleichzeitig eine, die sich nicht „aus dem Bauch heraus“ beantworten lässt.

Denn die Antwort liegt in den Zahlen.


Die Realität: Die BWA ist da – wird aber nicht genutzt

Fast jede Praxis erhält regelmäßig eine BWA.

Das Problem:

Viele Praxisinhaber:

  • schauen sie sich kaum an
  • verstehen sie nicht vollständig
  • oder halten sie für wenig relevant

Dabei ist die BWA das zentrale Zahlenwerk der Praxis.


Ein häufiger Denkfehler

Manche versuchen, sich parallel eigene Übersichten zu bauen.

Zum Beispiel:

  • Excel-Listen
  • eigene Aufstellungen von Einnahmen und Ausgaben

Das wirkt im ersten Moment sinnvoll.

Ist es aber in der Regel nicht.

Denn:
=> Die Buchhaltung und die BWA werden ohnehin für das Finanzamt erstellt.
=> Ein zweites System führt meist zu mehr Aufwand – aber nicht zu mehr Klarheit.


Der entscheidende Punkt: Die BWA lässt sich anpassen

Was viele nicht wissen:

Die BWA ist kein starres System.

Sie wird vom Steuerberater erstellt – aber die Struktur kann angepasst werden.

Zum Beispiel:

  • klarere Zuordnung von Einnahmen
  • differenziertere Darstellung von Kosten
  • zusätzliche Unterkonten für mehr Transparenz

Dadurch wird die BWA deutlich verständlicher und aussagekräftiger.


Warum die Darstellung entscheidend ist

Die gleiche Praxis kann – je nach Darstellung – sehr unterschiedlich wirken.

Zum Beispiel:

  • Umsätze werden unterschiedlich ausgewiesen
  • Kosten sind schwer nachvollziehbar
  • einzelne Positionen verzerren das Gesamtbild

Das führt dazu, dass Ergebnisse besser oder schlechter wirken, als sie tatsächlich sind.


Was in der Praxis häufig fehlt

In vielen BWAs fehlt vor allem eines:

=> Transparenz

Typische Beispiele:

  • Kosten sind zu grob zusammengefasst
  • wichtige Positionen nicht getrennt ausgewiesen
  • Entwicklungen schwer nachvollziehbar

Damit wird die BWA ihrem eigentlichen Zweck nicht gerecht.


Fazit: Die BWA ist kein Pflichtdokument – sondern ein Führungsinstrument

Die BWA wird meist für das Finanzamt oder die Bank erstellt.

Das ist auch richtig, aber...

Für Praxisinhaber sollte sie vor allem eines sein: ein Werkzeug zur Steuerung der eigenen Praxis.

Dazu gehört:

  • sie zu verstehen
  • sie richtig zu interpretieren
  • und sie sinnvoll aufzubauen

Frage an Sie

Nutzen Sie Ihre BWA aktiv zur Steuerung Ihrer Praxis – oder ist sie für Sie eher ein „Pflichtdokument“?


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