#BestPraxisBeratung – Praxisabgabe (Teil 3/3): Mit Plan – so vermeiden Sie teure Fehler
Kurzzusammenfassung
Eine Praxisabgabe ist einer der wichtigsten Schritte im Berufsleben – und sollte gut vorbereitet sein.
In diesem dritten Teil der Serie erfahren Sie, wie Sie Ihre finanzielle Situation realistisch prüfen, welche Einnahmen und Ausgaben Sie berücksichtigen sollten und wie Sie typische Fehler vermeiden.
Mit der richtigen Planung gelingt der Übergang entspannt, sicher und wirtschaftlich klug.
Kurzer Rückblick
Im ersten Teil dieser Serie ging es um einen Zahnarzt, der seine Praxis verkauft hatte – überzeugt davon, dass es die richtige Entscheidung sei.
Doch nach der Übergabe stellte sich heraus: Seine Renten reichten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.
Im zweiten Teil ging es darum, warum so viele Ärzt:innen und Zahnärzt:innen versucht sind, ihre Praxis zu früh abzugeben – häufig aus Erschöpfung, Bürokratie und Personalnot.
Nun geht es um die entscheidende Frage:
Wie planen Sie Ihre Praxisabgabe so, dass Sie finanziell und persönlich sicher sind?
Schritt 1 – Kennen Sie Ihre Einnahmen?
Wer wissen möchte, ob der Ruhestand finanziell ausreichend abgesichert ist, muss zuerst die Einnahmeseite kennen.
Dazu gehören alle regelmäßigen Einkünfte nach der Abgabe:
- Ärzteversorgung,
- gesetzliche Rente,
- private Vorsorge,
- Mieteinnahmen und
- Kapitalerträge.
Wichtig ist die Netto-Betrachtung – denn viele vergessen, dass Renten und Kapitalerträge steuerpflichtig sind.
Wer mit Bruttobeträgen rechnet, unterschätzt seinen tatsächlichen Lebensstandard.
Schritt 2 – Analysieren Sie Ihre Ausgaben realistisch
Die zweite Säule ist die realistische Einschätzung der laufenden Kosten:
Ein Blick in die BWA zeigt, welche Privatentnahmen bisher notwendig waren.
Reduzieren Sie davon alle Positionen, die nach der Abgabe entfallen (z. B. Praxisversicherung, Kammerbeiträge). Aber berücksichtigen Sie zugleich neue Kosten im Ruhestand: Reisen, Freizeit, Gesundheit, Pflege, Energie oder Instandhaltung.
Praxis-Tipp: Ein 12-Monats-Durchschnitt über die Kontobewegungen zeigt, was Sie wirklich ausgeben – nicht, was Sie glauben auszugeben.
Schritt 3 – Vermögen und Entnahmestrategie
Neben den Einnahmen ist das bestehende Vermögen entscheidend: Liquidität, Immobilien, Depots oder Versicherungen.
Es gibt zwei grundsätzliche Strategien:
-
Aus den Zinsen leben – Kapital erhalten.
Das bietet Sicherheit und ermöglicht eine Weitergabe an den Partner oder die Familie. -
Aus Zinsen und Kapital leben – Kapital verzehren.
Das funktioniert, birgt aber das Risiko, dass das Geld vor dem Lebensende aufgebraucht ist.
Exkurs: Die 3 %-Regel
Als Orientierung gilt, dass man jährlich etwa 3 % seines Gesamtvermögens entnehmen kann, ohne dass es zu schnell aufgebraucht wird.
Doch Vorsicht: Inflation und steigende Lebenshaltungskosten mindern die Kaufkraft.
Schritt 4 – Szenarien prüfen
Kein Plan hält ewig – aber ein guter Plan hält länger.
Deshalb sollten Sie mehrere Szenarien durchspielen:
-
Einnahmen: Wie entwickeln sich Renten und Mieten?
-
Ausgaben: Wie verändern sich Energiepreise, Pflegekosten oder Inflation?
-
Notgroschen: Wie viel Reserve steht für Unvorhergesehenes zur Verfügung?
BestPraxis-Empfehlung: Eine Simulation über 10–20 Jahre zeigt, ob Ihr finanzielles Konzept tragfähig ist – und wo Sie nachsteuern müssen.
Schritt 5 – Fachliche Unterstützung einholen
Eine solide Ruhestands- und Finanzplanung ergänzt die klassische Steuerberatung.
Wichtig ist eine neutrale Beratung ohne Provisionsinteresse.
Ich arbeite mit seriösen und unabhängigen Finanzexpert:innen zusammen, die solche Berechnungen professionell erstellen – damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Der Vorteil: Objektivität statt Verkaufsdruck.
Vom Fall zur Lösung – Rückblick auf den Zahnarzt aus Teil 1
Unser Mandant aus Teil 1 (siehe Blogbeitrag vom 16.12.2025) hat seine Situation offen analysiert und neue Wege gefunden.
Er arbeitet heute als angestellter Zahnarzt in einer kleinen Praxis mit ähnlichen Werten – ohne Existenzdruck und mit finanzieller Sicherheit.
Damit zeigt sein Fall: Es lohnt sich, einen Schritt zurückzutreten und die eigenen Ziele neu zu ordnen.
„Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“
– Oscar Wilde
Fazit
Eine bewusste und geplante Praxisabgabe bedeutet Sicherheit, Ruhe und Handlungsfreiheit.
Nicht der Zeitpunkt entscheidet über den Erfolg – sondern die Vorbereitung.
Wer rechtzeitig plant, verkauft zu besseren Bedingungen und startet entspannt in den nächsten Lebensabschnitt.
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