#BestPraxisBeratung – Praxisabgabe (Teil 2/3): Ohne Plan – die unterschätzte Gefahr

Warum so viele Ärzt:innen und Zahnärzt:innen versucht sind, zu früh zu verkaufen

Kurzzusammenfassung

In den kommenden Jahren stehen viele Ärztinnen und Zahnärzte vor der Praxisabgabe.

Doch oft entsteht – aus Verunsicherung oder Erschöpfung – der Wunsch, lieber heute als morgen aufzuhören.

Dieser Beitrag zeigt, warum ein vorschneller Verkauf zur finanziellen Falle werden kann – und welche Fragen Sie sich vorher stellen sollten.


Ein kurzer Rückblick

Im ersten Teil dieser Serie (vom 16.12.2025) ging es um einen Zahnarzt, der seine Praxis verkauft hatte – überzeugt davon, dass es die richtige Entscheidung sei.

Doch nach der Übergabe stellte sich heraus: Seine Renten reichten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.

Hier können Sie den ersten Teil nachlesen:
Blogbeitrag: #BestPraxisBeratung – Praxisabgabe (Teil 1/3): Und plötzlich war alles anders


Der wachsende Druck der Babyboomer-Generation

In den kommenden Jahren werden viele Praxen – insbesondere von Zahnärzt:innen der Babyboomer-Generation – zum Verkauf anstehen. Das führt zu einer klaren Marktbewegung: mehr Angebot, weniger Nachfrage.

Gleichzeitig nehmen Bürokratie, Verwaltungsaufwand, technische Vorgaben und auch die Personalnot zu. Fachkräfte zu finden und dauerhaft zu halten wird immer schwieriger, besonders im Assistenz- und Verwaltungsbereich.

Viele Praxisinhaber:innen sagen sich deshalb:

„Ich halte das nicht mehr lange durch – ich möchte endlich aufhören.“

Diese Erschöpfung ist verständlich – doch sie führt oft dazu, dass man ein Angebot vorschnell annimmt, ohne die langfristigen Folgen zu kennen.


Emotion statt Strategie

Viele Ärztinnen und Ärzte treffen die Entscheidung zum Verkauf aus dem Bauch heraus. Das ist menschlich – aber riskant.

Denn ein Praxisverkauf ist nicht nur ein emotionaler Abschluss, sondern auch eine finanzielle Weichenstellung für die nächsten 20, 30 oder vielleicht sogar mehr Jahre.

Wer verkauft, ohne seine künftigen Einnahmen und Ausgaben zu kennen, kann schnell in eine Versorgungslücke geraten.


Typische Denkfehler vor der Praxisabgabe

  •  „Der Verkaufserlös reicht schon aus.“
    In vielen Fällen liegt der Praxisverkauf zwischen einem und zwei Jahresgewinnen – und dieser Betrag muss noch versteuert werden. Nach Steuern bleibt oft weniger übrig, als man erwartet.
  • „Ich höre jetzt auf, solange es noch gut läuft.“
    Klingt logisch – doch gerade die letzten Berufsjahre sind häufig die ertragsstärksten. Wer ein oder zwei Jahre länger arbeitet, erzielt in der Regel ähnliche Einnahmen wie durch den Verkauf – ohne sein Kapital anzutasten.

  • „Ich arbeite später einfach weiter, wenn ich Geld brauche.“
    Das klingt nach Flexibilität, scheitert aber oft an der Realität: Gesundheit, Marktlage oder fehlende Vertragsmöglichkeiten begrenzen die Optionen.


Vorsicht vor emotionalen Verlockungen

Eine „schnelle Abgabe“ klingt verführerisch – vor allem, wenn ein Dental-Depot, ein MVZ oder ein Makler bereits eine interessierte Person präsentiert.

Doch hinter den Kulissen geht es oft auch um Provisionen und Verkaufsdruck.

Deshalb gilt: Behalten Sie einen kühlen Kopf und lassen Sie Ihre Entscheidung durch Zahlen absichern.


Fazit

Es ist verständlich, wenn man nach Jahrzehnten in der Selbständigkeit müde ist.

Aber wer zu früh verkauft, läuft Gefahr, finanziell zu kurz zu kommen.

Oft ist es besser, noch ein oder zwei Jahre weiterzumachen – und den Verkauf dann bewusst und geplant anzugehen.


Wie es weitergeht …

Im nächsten Teil dieser Serie zeige ich, wie Sie Ihre finanzielle Sicherheit vor dem Praxisverkauf realistisch prüfen – und welche typischen Fehler Sie vermeiden sollten.

Blogbeitrag: #BestPraxisBeratung – Praxisabgabe (Teil 3/3): Mit Plan – so vermeiden Sie teure Fehler
(Veröffentlichung am 20.01.2026)


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