#BestPraxisBeratung – Praxisabgabe (Teil 1/3): Und plötzlich war alles anders
Ein realer Fall zeigt, warum gute Vorbereitung beim Praxisverkauf entscheidend ist
Kurzzusammenfassung
Ein Zahnarzt verkauft nach über 30 Jahren seine Praxis – überzeugt davon, dass er danach finanziell gut abgesichert ist.
Doch ein paar Wochen nach der Übergabe folgt die Ernüchterung:
Die Rente reicht nicht, um den Lebensstandard zu halten. Was ist passiert?
Ein ungewöhnlicher Fall aus der Praxis
Ein ungewöhnlicher Anruf: Ein Zahnarzt, Mitte 60, bittet um ein Beratungsgespräch.
Erst wenige Monate zuvor hatte er seine Praxis verkauft – und genau das machte mich stutzig. Was sollte ich, als Praxisberater, nach einem abgeschlossenen Verkauf noch tun?
Doch das persönliche Treffen klärte schnell die Situation:
Der Kollege hatte eine kleine Zwei-Zimmer-Einzelpraxis mitten in der Großstadt geführt. Über Jahrzehnte hatte er solide gearbeitet, aber sich nie tiefer mit betriebswirtschaftlichen Themen befasst. Weder konnte er mir den Umsatz, noch den Gewinn seiner alten Praxis nennen. Der Verkaufspreis – knapp über T€ 100 – war für ihn ein guter Deal.
Dachte er!
Ein Angebot, das zu gut klang, um Nein zu sagen
Alles begann, als ihn sein Dentaldepot anrief.
Man habe eine Interessentin für seine Praxis – eine einmalige Gelegenheit, hieß es. In den nächsten Jahren würde das Angebot an kleinen Praxen stark steigen, und dann könne er seine Praxis womöglich gar nicht mehr verkaufen.
Natürlich war das Depot an einem Abschluss interessiert: Es verdiente an beiden Seiten eine Vermittlungsprovision – vom Verkäufer und von der Käuferin.
Unter diesem Druck, aber auch aus Neugier, willigte der Zahnarzt ein: Er gab seine betriebswirtschaftlichen Zahlen heraus, ließ eine Besichtigung zu – und bevor er sich versah, war seine Praxis verkauft.
Wie in einem schlechten Traum.
Erst Euphorie – dann Ernüchterun
Zum Jahreswechsel wurde die Praxis übergeben, alles lief reibungslos.
Doch einige Wochen später kam die Realität: Er und seine Frau stellten fest, dass ihre Renten nicht annähernd ausreichen, um ihren bisherigen Lebensstandard zu halten.
Was als neuer Lebensabschnitt gedacht war, wurde zur existenziellen Frage:
"Wie kann ich jetzt noch Geld verdienen – und womit?"
Ein Schicksal, das kein Einzelfall ist
Diese Situation ist kein Einzelfall.
In den kommenden Jahren werden viele Babyboomer-Zahnärzte und -Ärztinnen ihre Praxis verkaufen wollen. Das Angebot wird steigen, die Nachfrage eher sinken.
Zugleich wächst die Bürokratie, die Arbeit wird komplexer, und viele sagen sich:
„Ich will einfach nur noch raus.“
Doch wer zu früh verkauft, verkauft oft auch seine finanzielle Sicherheit.
Wie es weitergeht …
Was passiert, wenn die Praxisabgabe zu früh erfolgt – und welche Fehler Sie vermeiden können, lesen Sie im nächsten Teil dieser Serie:
- Blogbeitrag: #BestPraxisBeratung - Praxisabgabe (Teil 2/3) ohne Plan: Die unterschätzte Gefahr
(Veröffentlichung am 13. Januar 2026) - Blogbeitrag: #BestPraxisBeratung - Praxisabgabe (Teil 3/3) mit Plan: So vermeiden Sie teure Fehler
(Veröffentlichung am 20. Januar 2026)
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