#BestPraxisTipp – Auszeiten für Praxisinhaber: Warum Urlaub kein Luxus ist

Urlaub, Auszeiten und Erholung – warum Ärzte und Zahnärzte bewusst abschalten sollten

Kurzzusammenfassung

Viele Ärztinnen, Ärzte sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte kümmern sich täglich um Patienten, Mitarbeiter und die Praxis.

Die eigenen Bedürfnisse kommen dabei oft zu kurz.

Gerade Urlaub und bewusste Auszeiten sind wichtig, um neue Energie zu tanken, Abstand zu gewinnen und langfristig leistungsfähig zu bleiben. Warum das auch unternehmerisch sinnvoll sein kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Auszeiten sind kein Luxus

Viele Praxisinhaber haben das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen.

Patienten, Mitarbeiter, Abrechnungen, Investitionen, Personalfragen und die tägliche Verantwortung für die Praxis sorgen dafür, dass der Kopf oft auch außerhalb der Praxis nicht wirklich zur Ruhe kommt.

Gerade deshalb sind Auszeiten kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

Nicht als Belohnung.

Sondern als wichtiger Bestandteil einer langfristig erfolgreichen Praxisführung.


Abstand schafft neue Perspektiven

Im Alltag beschäftigen wir uns häufig mit den dringenden Aufgaben und aktuellen Herausforderungen.

Für die wirklich wichtigen Themen und langfristigen Entscheidungen bleibt dagegen oft wenig Zeit.

Urlaub und bewusste Auszeiten schaffen die Möglichkeit, Abstand zu gewinnen und die Praxis aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Oft entstehen genau in diesen Momenten die besten Ideen und die klarsten Entscheidungen.


Energie ist eine begrenzte Ressource

Jeder Praxisinhaber achtet auf:

  • Patienten
  • Mitarbeiter
  • Technik
  • Liquidität
  • Investitionen

Die eigene Energie wird dagegen häufig als selbstverständlich betrachtet.

Dabei gehört sie zu den wichtigsten Ressourcen überhaupt.

Wer dauerhaft auf Reserve läuft, trifft Entscheidungen häufig unter Druck und nicht mit der notwendigen Ruhe.

Keine Praxis würde dauerhaft ohne Wartung betrieben werden. Mit der eigenen Gesundheit gehen viele jedoch genau so um.


Wenn mehr Geld nicht automatisch mehr Lebensqualität bedeutet

In meiner Beratung erlebe ich immer wieder etwas Interessantes.

Ich betreue mehrere Mandantinnen und Mandanten, deren Praxen wirtschaftlich hervorragend laufen.

Besonders häufig begegnet mir dabei folgendes Muster:

=> Die Herausforderung besteht nicht darin, noch mehr Umsatz oder Gewinn zu erzielen.

=> Die eigentliche Herausforderung besteht darin, sich Auszeiten zu erlauben und das Erreichte auch zu genießen.

Gerade leistungsorientierte Menschen haben häufig das Gefühl, ständig weiterarbeiten zu müssen.

  • Noch ein Patient.
  • Noch ein Behandlungstag.
  • Noch etwas mehr Umsatz.

Dabei wird häufig übersehen, dass der Grenznutzen des Geldes mit zunehmendem Einkommen sinkt.


Was bedeutet der Grenznutzen des Geldes?

Der Grenznutzen beschreibt vereinfacht gesagt:

=> Jeder zusätzliche Euro bringt weniger zusätzlichen Nutzen als der vorherige Euro.

Wenn jemand beispielsweise nur wenig Einkommen zur Verfügung hat, verbessert zusätzliches Einkommen die Lebensqualität häufig erheblich. Mit steigendem Einkommen verändert sich dies jedoch. Irgendwann wird der zusätzliche Nutzen immer kleiner.

Mehr Freizeit und Gesundheit können dann deutlich wertvoller sein als ein weiterer Umsatzanstieg.

Natürlich gibt es keinen festen Euro-Betrag, ab dem dies für jeden Menschen gilt.

Der Gedanke dahinter bleibt jedoch derselbe:

=> Ab einem gewissen Punkt steigt der Nutzen zusätzlicher Freizeit oft stärker als der Nutzen zusätzlichen Einkommens.


Auszeiten müssen nicht mehrere Wochen dauern

Wenn von Auszeiten gesprochen wird, denken viele sofort an lange Urlaubsreisen oder mehrere Wochen Abwesenheit.

Darum geht es häufig gar nicht.

Oft reichen bereits:

  • ein zusätzlicher freier Nachmittag pro Woche
  • einzelne zusätzliche freie Tage
  • bewusst verlängerte Wochenenden
  • regelmäßige Zeiten ohne berufliche Verpflichtungen

Schon kleine Veränderungen im Alltag können langfristig einen großen Unterschied machen.


Die Gefahr dauerhafter Höchstleistung

Viele Praxisinhaber laufen über Jahre auf einem außergewöhnlich hohen Leistungsniveau. Das funktioniert oft erstaunlich lange.

Gleichzeitig werden jedoch nicht selten andere Lebensbereiche vernachlässigt:

  • die eigene Gesundheit
  • die Familie
  • Freundschaften
  • persönliche Interessen

Das Problem:

=> Der Körper und die Psyche melden sich häufig erst sehr spät.

Wenn gesundheitliche Probleme, Erschöpfung, Burnout oder andere Erkrankungen auftreten, wird die Korrektur oft deutlich schwieriger.

Deshalb sind Auszeiten nicht nur angenehm.

=> Sie sind eine wichtige Form der Vorsorge.


Auch digitale Auszeiten können helfen

Für mich bedeutet Urlaub nicht nur, weniger zu arbeiten. Ich versuche in dieser Zeit auch bewusst auf viele digitale Medien zu verzichten.

Dazu gehören:

  • Social Media
  • Nachrichten
  • berufliche E-Mails

Nicht immer vollständig. Aber deutlich bewusster als im normalen Alltag.

Der Effekt ist oft erstaunlich.

Weniger digitale Reize schaffen häufig mehr Ruhe und Klarheit.


Manchmal braucht es einen neutralen Blick von außen

Ein interessanter Teil meiner Arbeit besteht deshalb nicht immer darin, Mandanten zu mehr Wachstum zu verhelfen.

Manchmal besteht meine Aufgabe vielmehr darin, ihnen die Sicherheit zu geben, dass sie sich Auszeiten erlauben dürfen. Denn wer mitten im Alltag steckt, bewertet die eigene Situation oft anders als ein neutraler Beobachter.

Manchmal braucht es jemanden, der sagt:

=> „Die Praxis läuft gut. Sie dürfen sich Zeit für sich selbst nehmen.“

Gerade erfolgreiche Menschen benötigen häufig nicht mehr Druck.

Sondern die Bestätigung, dass mehr Lebensqualität manchmal wichtiger ist als noch etwas mehr Gewinn.


Fazit: Erholung ist auch eine Investition

Urlaub und Auszeiten kosten Zeit.

Sie schaffen aber häufig etwas, das im Alltag nur schwer erreichbar ist:

  • neue Energie
  • neue Perspektiven
  • mehr Klarheit

Und genau deshalb sind sie keine Unterbrechung der Arbeit, sondern ein wichtiger Bestandteil langfristigen Erfolgs und persönlicher Zufriedenheit.


Frage an Sie

Wann haben Sie zuletzt bewusst abgeschaltet – nicht nur von der Praxis, sondern auch von E-Mails, Nachrichten und Social Media?


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Wenn Sie Ihre Praxis wirtschaftlich erfolgreich führen und dabei die Balance zwischen Beruf, Familie und persönlicher Lebensqualität nicht aus den Augen verlieren möchten, sichern Sie sich hier ein kostenfreies Orientierungsgespräch.


Persönlicher Hinweis

Sie wundern sich vielleicht, warum Sie über Social Media nicht auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht wurden.

Das ist tatsächlich Absicht.

Die Pfingstferien sind für viele eine Gelegenheit, Abstand vom Praxisalltag zu gewinnen, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und neue Energie zu tanken.

Genau dazu möchte ich ermutigen.

Deshalb habe ich mich bewusst entschieden, diesen Beitrag nicht über Social Media zu bewerben. Denn wenn der Inhalt dieses Beitrags richtig ist, dann sollte ich ihn auch selbst ernst nehmen.

Natürlich freue ich mich über Leserinnen und Leser auf meiner Homepage.

Noch wichtiger ist mir jedoch, dass Sie sich die Zeit nehmen, die Sie für Ihre Gesundheit, Ihre Familie und Ihre persönliche Erholung brauchen.

Die Zahlen, die Praxis und die nächsten Projekte warten auch nach dem Urlaub noch auf uns.

Manchmal sind Gesundheit, Familie und eine gute Auszeit wichtiger als ein erfolgreicher Social-Media-Beitrag. 


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